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Vortrag, Dr. Phoebe Stella Holdgrün, 11. Dezember 2014, 18:30 Uhr

„Keine Chance für die Grünen in Japan?

…und warum junge Aktivisten trotzdem der

Politikapathie trotzen“

Nach der Dreifachkatastrophe vom 11. März 2011 in Japan schienen sich zunächst neue Möglichkeiten in der politischen Landschaft zu eröffnen, sowohl für einen Wandel der Atompolitik, als auch potentiell für mehr Er-folgsaussichten für progressive Oppositions-parteien. Dieses Gelegenheitsfenster für politischen Wandel hat sich jedoch allem Anschein nach wieder geschlossen.

 

Diese Präsentation stellt zum einen die grüne Partei Japans (Midori no tō, „Greens Japan“) vor. „Greens Japan“ erhielten zunächst viel Unterstützung, konnten diese jedoch nicht in einen Wahlerfolg bei den Oberhauswahlen 2013 ummünzen. Trotzdem engagieren sich etliche jüngere Mitglieder in ihren 20ern und 30ern in dieser politischen Organisation und trotzen dem Image der gegenüber der Politik distanzierten oder gar apathischen jungen JapanerInnen. Zum anderen habe ich diese jungen Leute zu ihrem scheinbar aussichtslosen Engagement interviewt. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Gefühle der Verbundenheit zu anderen Mitgliedern positiv, die strukturellen Rahmenbedingungen hingegen als negativ bewertet werden.

 

Dr. Phoebe Stella Holdgrün ist seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ), Tokyo. Promotion 2011 im Fach Modernes Japan an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Forschungsinteressen in den Bereichen politischer Partizipation, Zivilgesellschaft, Dezentralisierung und Gleichstellungspolitik in Japan.

 

Institut für Ostasienwissenschaften – Japanologie
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