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Prof. Andrea Riemenschnitter - Postutopische Landschaftsästhetik

Traditionsanschlüsse in der gegenwärtigen Kunst und Literatur Chinas

In der gegenwärtigen Kulturproduktion melden sich vermehrt Arbeiten zu Wort, die landschaftsästhetische Traditionen neu zu interpretieren suchen. Ein mit namhaften Preisen ausgezeichnetes Beispiel ist die Jiangnan-Romantrilogie von Ge Fei, in der das utopische 20. Jahrhundert am Beispiel einer Familiengeschichte über drei Generationen hinweg nachgestellt und mit Cao Xueqins Roman Der Traum der roten Kammer narrativ verflochten wird. International erfolgreiche Multimedia-Künstler wie Qiu Zhijie, Xu Bing und Yang Yongliang setzen sich gleichzeitig mit einer der ältesten Utopien Chinas auseinander, dem Pfirsichblütenquell. Wie ist dieses plötzliche Interesse an der vormodernen Landschaftsästhetik einzuordnen? Welche postutopischen Perspektiven werden reflektiert?

Andrea Riemenschnitter ist Professorin für Sinologie an der Universität Zürich. Sie ist durch verschiedene Publikationen im Bereich der modernen chinesisch-sprachigen Literatur bekannt und arbeitet zurzeit als Senior Research Fellow am IFK in Wien. In ihrem Vortrag stellt sie ihre Interpretation der modernen chinesischen Literatur unter Bezug auf aktuelle Strömungen in der bildenden Kunst vor.

Datum: Mittwoch, 14. Dezember 2016

Zeit: 18.30 Uhr

Ort: Hörsaal Sin 1, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien, Campus Altes AKH; Spitalgasse 2, Eingang 2.3, 1090 Wien

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